Talleur Vermögensverwaltung GmbH

PRESSEINFORMATION - Hamburg, 6. April 2009
Zollbeamte sollen Lastenausgleich bearbeiten - Stopp bei Entschädigungszahlungen
Talleur empfiehlt: Frist bis zum Stichtag nutzen!

 

Berechtigten von Ansprüchen nach dem Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG) für ostdeutsche Enteignungen drohen nach jahrelanger Wartezeit weitere Verzögerungen durch Zuständigkeitswechsel von Ausgleichsämtern.

 

Der in Westdeutschland nach dem Krieg gewährte Lastenausgleich ist bei der Entschädigung anzurechnen. Die ostdeutschen Vermögensämter sind daher auf die Zuarbeit westdeutscher Ausgleichsämter angewiesen, um die Entschädigungen zu errechnen. Den Abzugsbetrag müssen die Vermögensämter bei den Ausgleichsämtern abfordern. Dank langjähriger Erfahrung der Beamten in den Ausgleichsverwaltungen erhalten die Vermögensämter den notwendigen Abzugsbetrag trotz des komplizierten Berechnungsverfahrens derzeit noch recht zügig.

 

Mit dem Stichtag 1. Juli 2009 finden die Vermögensämter aber kein zuständiges Ausgleichsamt mehr, denn ab dann gibt es keins mehr. Die bisher zuständigen westdeutschen Ausgleichsämter in Städten und Kreisen verlieren ihre Zuständigkeit und werden aufgelöst. Das Bundesausgleichsamt, das zukünftig die Aufgaben der Ämter der Länder übernehmen soll, wird erst ab 2010 zuständig. In der Zwischenzeit wird es wegen fehlender Zuarbeit zum Stillstand der Entschädigungszahlungen kommen.

 

Die Aussichten, daß es ab 2010 rascher vorangeht, sind gering. Für die noch 75.000 Vorgänge hat das Bundesausgleichsamt nur 30 Mitarbeiter, zehn weitere Stellen sind geplant. Die Beamten der Länder können nicht vom Bund übernommen werden, deren Wissen und langjährige Erfahrung gehen verloren.

 

Besonders kritisiert Daniel Talleur, Geschäftsführer der Hamburger Talleur Vermögensverwaltung, die Absicht, daß jetzt Zöllner für diese Aufgaben eingesetzt werden sollen - Zöllner, die freigesetzt wurden, weil die Grenzkontrollen aufgrund des Schengener Abkommens weggefallen sind. Für die komplizierte Materie in den Ausgleichsämtern ist eine mindestens dreijährige Einarbeitungszeit erforderlich. Derzeit fehlen nicht nur erfahrene Mitarbeiter, auch die notwendigen Räumlichkeiten sind noch nicht vorhanden.

 

Die Talleur Vermögensverwaltung rät daher allen Berechtigten, die verbleibende Frist bis zum Stichtag zu nutzen und die Lastenausgleichsunterlagen bei den Ausgleichsämtern abzufordern, um sie bei Nachfrage durch Vermögensämter verfügbar zu haben.

 

Das Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG) besteht seit 1994. Von den 6,4 Mrd. Euro (Schätzung der Bundesregierung) wurden seither erst 1,15 Mrd. Euro an Enteignungsopfer gezahlt.

 

Daniel Talleur hat Verständnis für die Empörung der Wartenden: „Fast zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung schafft es dieser Staat nicht, den Opfern nationalsozialistischer und kommunistischer Enteignungen die versprochene Wiedergutmachung zu zahlen. Die Zwangsarbeiterwiedergutmachung, die ein viel größeres Volumen hatte, wurde von privaten Organisationen in zwei Jahren erledigt. Dabei wären schnelle Entschädigungszahlungen das beste Konjunkturprogramm“.

 

Die Talleur Vermögensverwaltung GmbH bietet Ihren Kunden auch weiterhin die sofortige Einlösung der EALG-Ansprüche an - als einziger Anbieter.


Kontakt

Talleur Vermögensverwaltung GmbH - Daniel Talleur - Brodschrangen 4 - 20457 Hamburg Tel: 040 / 320 866 - 0 Fax: 040 / 320 866 - 11 Email: Info@Talleur.com


Dr. Paul Nitze
Jurist

„Am liebsten rechne ich Nachzahlungen für unsere Kunden aus.“