Talleur Vermögensverwaltung GmbH

PRESSEINFORMATION - Hamburg, 3. Oktober 2008
19. Jahr der Wiedervereinigung - Opferentschädigungen noch lange nicht abgeschlossen - Sonderopfer der Bodenreformenteigneten wird nicht gewürdigt

Die Wiedervereinigung war nicht zuletzt deshalb möglich, weil sie nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion rasch vollzogen wurde - das zeigt sich heute immer deutlicher. Der Krieg in Georgien und die Machtdemonstrationen Rußlands in jüngster Zeit offenbaren, daß Rußland einem Abzug seiner Truppen aus Deutschland heute wohl kaum noch zustimmen würde. Im Zuge der Wiedervereinigung war vereinbart worden, daß die Rote Armee ihre sämtlichen 24 Divisionen mit 387.000 Soldaten aus Deutschland bis 1994 abzieht.

 

Das allerdings hatte seinen Preis: Die Bundesrepublik hat zugestanden, daß die Bodenreform unangetastet bleibt. Die Sowjetunion als Siegermacht des Krieges wollte sich nicht an den Pranger gestellt sehen. Damit haben die Bodenreformenteigneten ein Sonderopfer für die Wiedervereinigung erbracht, denn anders als DDR-Enteignete können sie ihre Vermögenswerte nicht zurückbekommen. Sie werden stattdessen auf eine Ausgleichsleistung verwiesen, die im Verhältnis zu den Verlusten gering ausfällt und nur schleppend von den zuständigen Behörden ausgezahlt wird.

 

Nach der letzten amtlichen Statistik des Bundesamtes zur Regelung offener Vermögensfragen sind erst 16,9% des vom Bund geschätzten Entschädigungsvolumens erfüllt worden.


Uta Flad

Assistenz der Geschäftsleitung

„Das Recht der offenen Vermögensfragen umfaßt von der Anmeldeverordnung bis zum Zivilgesetzbuch der DDR mehr als 120 Gesetze und Verordnungen mit über 1400 Vorschriften. Wir behalten den Überblick und erzielen so die höchstmögliche Entschädigung.”