Talleur Vermögensverwaltung GmbH

PRESSEINFORMATION - Hamburg, 31. August 2005 Sofortige Auszahlung von EALG-Ansprüchen durch Talleur möglich
60 Jahre nach Bodenreform wartet Vielzahl der Enteigneten auf Wiedergutmachung

Hamburg, 31. August 2005. 60 Jahre nach der „Demokratischen Bodenreform“ in der ehemaligen sowjetischen Besatzungszone (SBZ) warten viele Betroffene immer noch auf eine Wiedergutmachung. In elf Jahren nach Inkrafttreten des Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetzes (EALG) konnten von den ostdeutschen Vermögensämtern nur gut zehn Prozent der Entschädigungs-ansprüche bearbeitet werden. Um weitere langjährige Wartezeiten abzukürzen und bürokratische Hürden für Betroffene zu beseitigen, bietet die Talleur GmbH die sofortige Auszahlung von derzeit 80 Prozent des Nennwertes des Anspruchs an.

 

Am 3. September jährt sich zum 60sten mal die Bodenreform in der damaligen SBZ. Eigentümer und Pächter von Grundstücken ab einer Größe von 100 Hektar sowie als Nazi-Aktivisten und Kriegsverbrecher beschuldigte Landwirte wurden entschädigungslos enteignet. Damit begann die Umgestaltung zur sozialistischen Gesellschaft. Heute regelt das EALG aus dem Jahr 1994 die Rechte der Enteigneten, insbesondere den Umfang der Wiedergut-machungsleistungen. Doch seit Inkrafttreten des Gesetzespaketes wurde erst ein kleiner Bruchteil der Geldleistungsansprüche erfüllt. Viele Anspruchs-berechtigte warten immer noch auf ihr Geld. Die Behörden gehen davon aus, dass bestenfalls im Jahr 2020 der letzte Fall bearbeitet werden wird.

 

Die Talleur GmbH bietet Betroffenen die Möglichkeit, ihren Anspruch auf Entschädigung sofort und einfach zu Geld zu machen: Das Unternehmen zahlt kurzfristig derzeit 80 Prozent des Nennwertes des jeweiligen Anspruchs aus, verfolgt selbst den übernommenen Anspruch weiter und setzt ihn gegenüber den Behörden durch.

 

Eine spezielle Verfahrenssteuerung durch Talleur stellt sicher, dass der Anspruch optimal geltend gemacht wird. Denn wegen mangelnder Kenntnis der komplizierten gesetzlichen Regelungen realisieren Betroffene häufig nur einen Teil der möglichen Entschädigungshöhe. Auch entfällt für die Kunden jede Unsicherheit, die mit einem unerfüllten Anspruch naturgemäß verbunden ist: Ablehnung der Entschädigung, zögerliche Abarbeitung und Zahlung, lästiger Schriftwechsel, etwaige Rechtsmittel sowie Gerichts- und Anwaltskosten. „Der Vorteil der sofortigen Auszahlung liegt für unsere Kunden darin, dass sie ohne jedes Risiko sofort die Sicherheit des Bargeldes erlangen. Wir garantieren zudem einen Nachzahlung in Höhe von zehn Prozent derAuszahlung, wenn die Behörde im Einzelfall den Anspruch innerhalb eines Jahres erfüllt“, sagt Geschäftsführer Daniel Talleur.

 

Der Markt für Entschädigungen nach dem EALG wird auf rund 6,5 Milliarden Euro geschätzt. Jedoch sind seit Inkrafttreten des Gesetzes erst gut 600 Millionen Euro bisEnde 2004 ausgezahlt worden. Der Großteil der Gelder steht somit noch zur Verteilungbereit. „Angesichts der schon heute langen und zudem nicht absehbaren Verfahrensdauer ist eine sofortige Auszahlung sinnvoll“, so Talleur weiter. Dies sei auch der Grund, warum die Dienste der Talleur GmbH von führenden Opferverbänden empfohlen werden.

 

Hintergrund zur Bodenreform:
Vor 60 Jahren, am 3. September 1945, trat in der Provinz Sachsen die erste Bodenreform verordnung inder Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) in Kraft. Mit wenigen Tagen Abstand folgten nahezu identische Verordnungen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Ein Drittel der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche der SBZ und damit der späteren DDR wurden enteignet und neuen Eigentümern - „Neubauern“ - zugeteilt. Opfer der Enteignungen waren Eigentümer und Pächter landwirtschaftlicher Betriebe über 100 Hektar und Landwirte, die beschuldigt waren, Nazi- Aktivisten oder Kriegsverbrecher zu sein. Innerhalb weniger Stunden mussten Höfe und Häuser geräumt werden. Die Betroffenen verloren alle Vermögenswerte und vor allem ihre berufliche Existenzgrundlage.
Wohnungslos, mittellos und ohne Arbeit wurden sie vertrieben: Ein Aufenthalt im Umkreis von weniger 50 Kilometern war untersagt. Wer sich sträubte und blieb, wurde verhaftet und in Lagern interniert. Die Bodenreform und ihre Folgen werden je nach politischer Ausrichtung völlig gegensätzlich beurteilt:
Einerseits als Gewalt- und Willkürmaßnahme und Beginn des Kalten Krieges, andererseits als größte Landreform der deutschen Geschichte und erhaltungswürdiges historisches Werk. Der Bund hat den Betroffenen im Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG) vom 1.12.1994 eine Wiedergutmachung aus dem Entschädigungsfonds versprochen. Die Wertschere zwischen den geringen Ausgleichsleistungen und den entzogenen Vermögenswerten war Gegenstand eines im März dieses Jahres viel beachteten Urteils des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg, mit dem die Klagen Betroffener auf höhere Entschädigungen abgewiesen wurden. Damit ist der Umfang staatlicher Wiedergutmachungsleistungen endgültig festgeschrieben worden.


Über Talleur GmbH:
Die Talleur GmbH ist ein vom Hamburger Unternehmer Daniel Talleur extra zum Zweck des Ankaufs und der sofortigen Auszahlung von Ansprüchen gemäß Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG) gegründetes Unternehmen. Daniel Talleur und sein bewährtes Mitarbeiterteam bringen zehnjährige Erfahrung auf diesem Gebiet mit.


Uta Flad

Assistenz der Geschäftsleitung

„Das Recht der offenen Vermögensfragen umfaßt von der Anmeldeverordnung bis zum Zivilgesetzbuch der DDR mehr als 120 Gesetze und Verordnungen mit über 1400 Vorschriften. Wir behalten den Überblick und erzielen so die höchstmögliche Entschädigung.”